E-Energy-Projekt "Modellstadt Mannheim"

Das Förderprogramm "E-Energy" der Bundesregierung entwickelt und erprobt neue Ansätze zur Optimierung der Stromversorgung durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikations-technologien (IKT). Durch E-Energy wird erstmals ein "Internet der Energie" geschaffen, das das gesamte Elektrizitätssystem von der Stromerzeugung über die Netze bis hin zum Stromverbrauch intelligent steuert und regelt. Insbesondere wird eine Balance zwischen wetterabhängiger Stromerzeugung und schwankendem Stromverbrauch verwirklicht. E-Energy soll helfen, mehr Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit sowie Klima- und Umweltverträglichkeit in der Stromversorgung zu erreichen.
In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) initiierten Programm werden in Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sechs Modellregionen mit insgesamt etwa 60 Mio. Euro gefördert.
Energiemarktplatz der Zukunft
Im Projekt Modellstadt Mannheim engagiert sich MVV Energie als Konsortialführer bei der Entwicklung eines Energiemarktplatzes der Zukunft. Die Umsetzung erfolgt mit Hilfe von zwei Bausteinen:
- Virtueller "Marktplatz der Energie":
Verbraucher, Erzeuger, Lieferanten, Händler, Netzbetreiber und Energiedienstleister werden auf einem virtuellen Marktplatz zusammengeführt, der auf einer serviceorientierten Softwarearchitektur basiert. Voraussetzung hierfür ist ein echtzeitfähiges Kommunikationsnetz, das in Mannheim auf der Grundlage des bestehenden Breitband-Powerline-Netzes aufgebaut wird. - Intelligente Steuerung der Nachfrage:
Die Steuerung der Nachfrage erfolgt über variable Preise, die abhängig sind vom Nachfrageverlauf, dem Angebot insbesondere aus erneuerbaren Energien und der Herkunft der Energie.
Was zeichnet moma aus?
Zellulare Energienetzstrukturen erhalten Vermittler für intelligente, selbstoptimierende, aber verbundene Netzstrukturen (smarte Energienetze) im Energieorganismus, die intensiv mit ihrer Umgebung kommunizieren. Diese dezentralen Netzstrukturen tragen gleichzeitig dazu bei, die Versorgungssicherheit im Gesamtnetz zu erhöhen. Für den Verbraucher bedeutete diese neue Art der Netzführung, dass sein Einfluss auf die Herkunft seiner Energie wächst, er sich gleichzeitig aber auch mit einer neuen Komplexität auseinander setzen muss. Helfen wird ihm dabei das automatisiertes, dezentrale Energiemanagement mit dem "Energiebutler" als intelligenten Vermittler.
Das Ziel
Ziel des Projektes ist der Nachweis, dass die Stromnetze der Zukunft mit der entsprechenden Technologie in der Lage sein werden, auch bei einer großen Zahl von dezentralen und zentralen Erzeugern die Netzstabilität sicherzustellen und gleichzeitig durch kurze Transportwege die Netzverluste minimiert werden.